Details zur Hymne

Jakub Blycharz, Komponist und Autor des Mottolieds für den Weltjugendtag Krakau 2016, teilte in einem Interview gleich nach der Veröffentlichung der Entscheidung mit, dass er, bevor er anfing das Mottolied zu schreiben, Inspiration im Wort Gottes suchte. Er bekam damals das Versprechen, dass im 31. Kapitel des Deuteronomium enthalten ist: "Doch jetzt schreibt dieses Lied auf! Lehre es den Israeliten! Lass es sie auswendig lernen, damit dieses Lied mein Zeuge gegen die Israeliten werde."

Das war der Anfang der Arbeit am Mottolied, und gleichzeitig auch der Charakter des Textes - seine Wurzeln findet man in der Heiligen Schrift, sie wird mit poetischen Paraphrasen ausgedrückt. Das Mottolied fängt mit den Worten des Psalm 121 an, der in unseren Herzen Frieden und Sicherheit stiftet, da der barmherzige Herr über uns wacht, mit seinem Versprechen, immer bei uns zu sein und uns treu bleiben wird "von nun an bis in Ewigkeit". Schon in der ersten Strophe - mitten in Zitat vom alten Testament - wird Gott als der Barmherzige bezeichnet.

In der zweiten Strophe finden wir Bezüge auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf aus dem Evangelium nach Lukas (15, 1-7), welches Hoffnung darin stiftet, dass Gott unermüdlich versuchen wird, den Menschen zum völligen Leben wiederzubringen. Jesus versichert allen in diesem Gleichnis, dass im Himmel riesige Freude über die Bekehrung eines jeden Sünders herrscht. Durch seinen Tod am Kreuz gab er uns Zugang zu neuem Leben und schrieb die Menschheit in den ewigen Plan der Erlösung ein, dank seinem heiligen Blut, das Er für uns vergossen hat.

Der Refrain des Mottolieds sind die Worte der fünften Seligpreisung aus der Bergpredigt vom Evangelium nach Matthäus (Mt 5, 3-10): "Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden." Dies ist zugleich die Botschaft des Weltjugendtags, der in Krakau - der Stadt der Verkündigung der Göttlichen Barmherzigkeit durch die Heilige Faustina Kowalska - stattfinden wird.

Die dritte Strophe ist eine Paraphrase der Worte des Psalm 130 De profundis: "Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, Herr, wer könnte bestehen? Doch bei dir ist Vergebung, damit man in Ehrfurcht dir dient." Die Haltung Gottes uns gegenüber ist unser Ansporn, eine Haltung der Barmherzigkeit in den Beziehungen unseren Mitmenschen gegenüber einzunehmen.

Die nächste Strophe gibt den Sinn der wichtigen Punkte des Kerigma (einer Sammlung der wichtigsten Übermittlungen des Evangeliums) wieder, die sich auf unsere Erlösung im gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus beziehen, und die uns dazu einladen, Jesus Christus durch den Glauben als persönlichen Herr und Erlöser anzuerkennen.

Die „Bridge“ des Mottoliedes ist eine Art Ermutigung zum Leben in Hoffnung und Vertrauen, die aus der Auferstehung Christi kommen.
(Quelle: krakow2016.com)